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LIFE HAMBURG Projekt Update (Stand 05/2021)

LIFE HAMBURG Projekt Update (Stand 05/2021)

Benjamin und Janina Lin Otto geben im Gespräch mit Birgit Heraeus-Roggendorf, Geschäftsführerin von LIFE HAMBURG, Einblicke in den aktuellen Planungsstand des Projekts.

Liebe Janina Lin, lieber Benjamin, wir freuen uns sehr, dass ihr ein Update zu LIFE HAMBURG geben möchtet. Wo steht denn das Projekt aktuell?

Janina Lin Otto: Ja, sehr gerne. Es liegen wirklich ein paar intensive Monate hinter uns und hinter den Kulissen hat sich viel getan. Zum einen haben wir ein schlagkräftiges Team aufgebaut und tolle neue Kolleg*innen gefunden, die mit uns die inhaltliche Ausrichtung vorantreiben und den Bauprozess begleiten. Zum anderen haben wir auch weitere Partner*innen gewonnen und die Vision gemeinsam ausgearbeitet. Insgesamt sind wir sehr zufrieden was das Zusammenspiel aller Beteiligten betrifft.

Der Grundgedanke des Projekts wurde also nicht nochmal verändert oder angepasst?

Benjamin Otto: Im Gegenteil. Durch die zahlreichen Gespräche, die wir in den letzten Monaten geführt haben, hat sich der Grundgedanke unseres Konzeptes stetig verfestigt. Wir sind nach wie vor der Überzeugung, dass ein zukunftsorientierter Ort für lebenslanges und selbstbestimmtes Lernen, erfüllendes Arbeiten und ganzheitliches Wohlbefinden genau das ist, was es braucht und was mit LIFE HAMBURG entstehen darf. Wir wollen Raum für Lernen, Ausprobieren und Interaktion bieten, einen Ort des generationsübergreifenden Miteinanders und ein Zuhause für die großen Visionen dieser Welt schaffen.

Janina Lin Otto: Wir möchten Menschen allen Alters und jeder Herkunft befähigen, inspirieren und ermutigen ihren Weg zu gehen. Somit schaffen sie sowohl für sich, als auch für die Gesellschaft den größtmöglichen Mehrwert. Dieser Ansatz zieht sich durch unser gesamtes Handeln und unsere Aktivitäten. Die Ausrichtung unserer Stiftung soll bei LIFE in den Bereichen Lernen, Berufung, Wohlbefinden und Umwelt unter einem Dach stattfinden und erlebbar und anfassbar gemacht werden.

Wie können wir uns das konkret vorstellen? Steht das vielfältige Angebot schon fest?

Janina Lin Otto: In großen Teilen schon. Allerdings wollen wir auch noch Freiräume für die gemeinsame Entwicklung von Konzepten und Angeboten lassen. Klar ist, dass sich unser Angebot an alle Menschen zwischen Null-Unendlich richten soll. Es wird eine Kita geben, eine Schule, ein digitales Lernangebot, Gemeinschaftsflächen, ein Gesundheitszentrum, ein Gewächshaus, Urban Gardening, Co-Working Möglichkeiten, Kreativräume, Bewegungsangebote, viele Themen rund um Ernährung, Achtsamkeit und Innovationen und noch vieles mehr.

Das klingt spannend und macht Lust auf mehr – auf den ersten Blick ist ja direkt zu sehen, dass die neuen Bilder auf der Website einen neuen Entwurf bzw. ein neues Modell zeigen – wie ist es dazu gekommen bzw. was hat das zu bedeuten?

Benjamin Otto: Ja, das ist wahrscheinlich die sichtbarste Veränderung. Nach intensivem Austausch mit den Hamburger Behörden, Stakeholder*innen und ähnlichen Projekten, haben wir uns dazu entschieden, ein weiteres Ausschreibungsverfahren zu machen und weitere kreative Köpfe in den Prozess einzuladen. Wir haben uns daraufhin mit neuen unterschiedlichen Entwürfen auseinandergesetzt. Gemeinsam mit einem Gremium aus erfahrenen Expert*innen haben wir uns dann für den architektonischen Entwurf entschieden, der für das Gesamtprojekt am stimmigsten ist.

Janina Lin Otto: Behnisch Architekten haben uns mit ihrem Ansatz und ihren Ideen begeistert. Sie haben sich detailliert mit unserem Vorhaben und dem Gedanken dahinter beschäftigt und der Entwurf hat sich daraus stetig weiterentwickelt. Das Zusammenspiel aller konzeptionellen Ansätze stand stets im Vordergrund und wir hatten so die Gelegenheit, unsere Ideen noch mal auf Herz und Nieren zu prüfen.

Das heißt ihr habt euch noch mal in einem längeren Prozess für einen Entwurf entschieden, der das Gesamtkonzept von LIFE HAMBURG ganzheitlicher abbildet? Welche Aspekte waren euch bei der Neugestaltung besonders wichtig?

Janina Lin Otto: Genau, es war uns extrem wichtig, einen zugänglichen Ort zu erschaffen. Einen Ort, der alle einlädt, alle willkommen heißt und von außen direkt anspricht. Wir wollen LIFE als nahbares Projekt verwirklichen entsprechend eingebettet in den Stadtteil und auf die Bedürfnisse zugeschnitten.

Benjamin Otto: Das Zusammenspiel der Konzepte steht für uns im Mittelpunkt und somit war es eine logische Konsequenz auch alle Elemente des Gebäudes miteinander zu verbinden. Das Gebäude wird zwei Stockwerke haben und alle Bereiche werden über die Agora, das Herzstück von LIFE, miteinander verbunden sein. Auf einer Gesamtinnenfläche von 11.500m² und großzügigen Außenbereichen sollen künftig mehr als 1.000 Menschen Platz zur individuellen Entfaltung und gemeinschaftlichen Zusammenarbeit finden. Flexibilität ist uns im Gebäude sehr wichtig. Die aktuelle Zeit zeigt uns, wie wichtig es ist, sich an neue Gegebenheiten anpassen zu können.

Hat es auch konzeptionelle oder programmatische Veränderungen gegeben?

Benjamin Otto: Inhaltlich sind wir uns treu geblieben, aber wir haben uns noch mal intensiv mit der Zusammenarbeit der Partner*innen beschäftigt. Ursprünglich war geplant, dass ein Partner das gesamte Projekt betreibt und gestaltet, doch hiervon sind wir im laufenden Prozess weggekommen. Wir werden nun auch selbst Teile des Gebäudes betreiben und gemeinsam mit unseren Partner*innen ausloten, welche Angebote am besten zum Gesamtkonzept passen und im Stadtteil benötigt werden. Ein kollaborativer Ansatz, in dem sich die Kraft der Gemeinschaft entfalten kann, um zukunftsfähige Ideen zu entwickeln und gemeinsam umsetzen, ist uns sehr wichtig und zieht sich durch alle Aktivitäten der Holistic Foundation.

Was für Neuigkeiten gibt es bezüglich des Zeitplans des Projektes?

Janina Lin Otto: Alles in allem haben wir uns etwas Zeit genommen, um am Ende das beste Ergebnis für das Gesamtprojekt zu erzielen. Die Auswahl des neuen Entwurfs und auch die intensive Recherche passender Partner*innen wollten wir nicht überstürzen, nur um den Zeitplan aufrecht erhalten zu können. Dies hat zur Folge, dass die Flächen zwar zum 1. Juli dieses Jahres an uns übergeben werden, aber bis der erste Spatenstich erfolgt, haben wir noch etwas Zeit, denn LIFE soll 2025 eröffnet werden.

Und wo wird LIFE HAMBURG genau gebaut werden?

Benjamin Otto: Das war auch einer unserer größten Meilensteine in den letzten Monaten. Wir freuen uns sehr darüber, dass wir uns auf ein finales Grundstück festgelegt haben. Wir stehen kurz davor direkt am OTTO Campus, an der Ecke Haldesdorfer Str. – Werner-Otto-Straße eine schöne Fläche von der Otto Group zu pachten.

Was habt ihr Euch für dieses Jahr vorgenommen?

Janina Lin Otto: Dieses Jahr werden wir uns weiterhin intensiv mit dem Feinschliff der Konzepte, der Zusammenarbeit mit unseren Kernpartner*innen und natürlich auch dem Bau an sich beschäftigen. Da haben wir uns schon recht viel vorgenommen. 2022 folgt dann eine tiefere inhaltliche Ausgestaltung mit allen beteiligten Gewerken.

Das macht alles Lust auf mehr. Wann werden wir noch mehr über das spannende Projekt erfahren können?

Benjamin Otto: Ende des Jahres werden wir unsere Website erneuern und weitere Informationen zur Verfügung stellen, das Team vorstellen und über den Projektstatus berichten. Wir freuen uns schon sehr darauf.

Vielen herzlichen Dank für das aufschlussreiche Gespräch Janina Lin und Benjamin. Wir freuen uns auf die kommende Zeit und weitere Updates zur Entwicklung von LIFE HAMBURG.

Birgit Heraeus-Roggendorf, Geschäftsführerin LIFE HAMBURG

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